Monotonie als Gefühlszustand

Fließbandarbeit ist das Paradebeispiel der monotonen Tätigkeit. Seit langem ist bekannt, dass Personen, die im Beruf monotone Tätigkeiten ausführen, durchschnittlich weniger zufrieden mit ihrer Arbeit sind, als Personen, die in einem abwechslungsreichen Tätigkeitsfeld agieren. Der Zustand der Monotonie entsteht aufgrund einer Einengung der Aufmerksamkeit.

Nach einiger Übung sind die sich wiederholenden Arbeitsabläufe automatisiert, und der Angestellte muss sich kaum noch auf sein Handeln konzentrieren.

In Folge dessen nimmt die Aufmerksamkeit ab und ein Gefühl der Langeweile und Müdigkeit stellt sich ein. Die Monotonie sollte allerdings nicht mit Müdigkeit verwechselt werden. Denn wenn wir uns von einer monotonen Aufgabe abwenden, verschwindet in der Regel auch das Müdigkeitsgefühl sofort, während es bei körperlicher Müdigkeit aufgrund mangelnden Schlafes, bestehen bleibt.
Auch mit Langeweile sollte die Monotonie nicht vertauscht werden, da erstere einen Zustand der Unterforderung bezeichnet. Menschen, die eine monotone Arbeit verrichten, fühlen sich hingegen nicht unbedingt unterfordert. Vielmehr leiden sie unter dem Eindruck, immer wieder dasselbe tun zu müssen. Dieses Gefühl ist das Charakteristikum der Monotonie.